Roadie. Stagehand. Ordner. Tourmanager. Headliner mit den Söhne Mannheims bei „Rock am Ring“ und, und, und...
Über das Musikgeschäft muss man ROLF STAHLHOFEN wirklich nicht viel erzählen. „Er ist der einzige Musiker, den ich kenne, der wirklich alle Jobs auf und hinter der Bühne selbst gemacht hat“, sagt Konzert-Impresario Marek Lieberberg über den Wahl-Mannheimer, der seine Karriere vor 15 Jahren begonnen hat.
Inzwischen sind längst nicht mehr seine Muskeln, sondern Stimmkraft gefragt. Was mit einer Formation namens DER MIT DEM ROLF TANZT begann, führte den Soul-Verrückten mit dem markanten Schädel über die RTL-SAMSTAG-NACHT-BAND an die Seite von XAVIER NAIDOO. Als Co-Leadsänger der SÖHNE MANNHEIMS prägte ROLF STAHLHOFEN den Aufstieg der Multi-Kulti-Mammutband entscheidend mit. Doch das unverwüstliiche Bühnentier mit der erstaunlich elastischen Hüfte ist längst mehr als nur der Mann neben NAIDOO. STAHLHOFEN singt u.a. mit EDO ZANKI, macht bei MARLONS Benefiz-Single „Lieber Gott“ mit und ist ein gefragter Filmmusikmacher.
Erstaunlich, dass „ZEIT WAS ZU ÄNDERN“ Rolfs Debutalbum
ist.
Stahlhofen zeigt, was für ein einfühlsamer und variantenreicher
Interpret er ist und er markiert jeden Song mit seinem persönlichen
Soul-Stempel. Wenn seine Stimme sich wie in der Ballade „Head
Over Heels“ auf zwei Gesangsspuren überschneidet, möchte
man kaum glauben, dass da ein- und derselbe Sänger
am Mikro gestanden hat – es klingt fast so, als singe er
mit sich selbst im Duett. Mit „Große Mädchen
Weinen Nicht“ ist Stahlhofen ein eingängiger, fast
poetischer Ohrwurm gelungen. Gewaltiger Wind schlägt
einem unter die Flügel und gibt neuen Auftrieb! Eine
positive Lebenseinstellung und daher positive Texte zeichnen
den Mannheimer ebenfalls aus. Sie spiegeln eine Lebensphiliosophie
wider, die sich nicht resigniert hinter dem Ofen verkriecht,
sondern zupackt. Und ROLF STAHLHOFEN lässt seinen Worten
Taten folgen. Egal, ob er bei ROCK GEGEN RECHTE GEWALT mitmacht
oder mit ein paar Anrufen und vielen wachen Nächten
im September 2002 „Menschen am Fluss“, das größte
Festival zu Gunsten der Flutopfer, aus dem Boden stampfte.