Mit dem überraschenden Erfolg von "Electricity" kommt auch der Wechsel zu Virgin zustande, wo 1980 das selbstbetitelte Debütalbum und noch im selben Jahr "Organisation" mit dem Hit "Enola Gay" erscheint. Zu dieser Zeit kristallisieren sich McCluskey und Humphreys als die kreativen Motoren von OMD heraus und umgeben sich mit einer wechselnden Schar williger Zuarbeiter.
Die synthetischen Balladen des Duos treffen den Nerv der Zeit und werden über die Jahre zum Markenzeichen von OMD, wie das von einem Walzerrhythmus genährte "Maid Of Orleans" oder der beinahe theatralisch vorgetragene Schmachtfetzen "Forever Live And Die". Überhaupt ist die erste Hälfte der 80er die stärkste Zeit von OMD und das Liverpooler Duo gastiert häufig in den Charts. Erst als die Band zunehmend den Crossover in die seichten Popgefilde sucht verweigern sich die Fans, so dass bereits das 86er Album "The Pacific Age" eine Zäsur markiert, in deren Folge Humphreys OMD den Rücken kehrt.
Nach einer fünfjährigen Pause steckt McCluskey seine Energie in einen Comeback-Versuch, doch "Sugar Tax" fällt beim Publikum durch, ebenso wie der Nachfolger "Liberator" aus dem Jahr 1993. Lediglich die Singles "Sailing On The Seven Seas" und "Pandora's Box" führen OMD in die Charts zurück. Erst Ende der 90er Jahre, nach der Veröffentlichung einer Singles-Kollektion, entdeckt eine neue, junge Generation von Hörern den Gefühl betonten Synthie-Pop von OMD.
2006 soll dann überraschend das Comeback in alter Besetzung bringen: Auf der offiziellen Homepage werden im Januar Tourpläne für das Jahresende bekannt gegeben. Auch eine neue CD ist angekündigt, flankiert von einer DVD und einem Raritäten-Album. Das bewährte Singer/Songwriter-Duo Paul Humphreys und Andy McCluskey wird dabei von den beiden früheren Mitstreitern Mal Holmes und Martin Cooper sowie Stuart Kershaw unterstützt. Für Ende September sind einige Test-Gigs in Großbritannien geplant, an die dann eine Welttournee anschließen soll.